Familienrecht

Wir beraten und vertreten Sie in allen familienrechtlichen Fragen und Fällen und behalten Ihre steuer-, erb- und sozialrechtlichen Interessen im Blick.

Das Familienrecht ist ein Teil des Zivilrechts und beinhaltet im Wesentlichen alle Vorschriften, die die rechtlichen Beziehungen zwischen Familienangehörigen untereinander und gegenüber Dritten regeln. Weiterhin zählen dazu noch die Vormundschaft, die Pflegschaft und das Betreuungsrecht.

Eines der zentralen und umfassend geregelten Themen im Familienrecht ist das Eherecht. Das Familienrecht regelt die mit der Eheschließung einhergehenden Rechte und Pflichten der Ehegatten, sowie auch die Aufhebung oder die Scheidung einer Ehe und die jeweiligen rechtlichen Folgen, die im Familienrecht daran anknüpfen wie beispielsweise Unterhaltszahlungen oder Ausgleichsansprüche. Des Weiteren finden sich auch Regelungen zum Verlöbnis, sowie zur nichtehelichen Lebensgemeinschaft im Familienrecht. Die Beliebtheit von Eheverträgen nimmt ebenfalls zu, zwecks der Sicherung der eigenen finanziellen Interessen innerhalb der Ehe und nach einer etwaigen Scheidung.

Als weiteren großen Themenkomplex regelt das Familienrecht die Rechtsbeziehungen zwischen Eltern und Kind wie z.B. die Abstammung des Kindes (Mutterschaft und Vaterschaft), das Sorgerecht oder die Unterhaltsverpflichtungen.

Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten im Familienrecht sind regelmäßig folgende Bereiche:

  • Scheidung
  • Ehevertrag
  • Getrenntleben
  • Unterhalt
  • Sorgerecht
  • Umgangsrecht
  • Abstammung: Vaterschaftsanerkennung, Vaterschaftsanfechtung
  • Adoption
  • Zugewinnausgleich

Darüber hinaus wird vor den Familiengerichten sog. Gewaltschutzverfahren nach dem Gewaltschutzgesetz ausgetragen. Das Gewaltschutzgesetz  stellt eine präventive zivilrechtliche Maßnahme zum Schutz vor Gewalt und Nachstellung dar. Durch die darin enthaltenen Vorschriften soll das Opfer vor gewalttätigen Übergriffen durch den Täter geschützt werden. Täter und Opfer müssen hierbei nicht miteinander verheiratet sein oder in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft stehen. Das Gewaltschutzgesetz gewährt Schutz auch vor fremden Tätern.  Umfasst werden hier nicht nur körperliche Tätlichkeiten, sondern auch psychische Einwirkungen wie Stalking oder Telefonterror (auch per Whatsapp, Facebook etc.). Da es sich um präventiven Schutz handelt, reicht für die Eröffnung des Gewaltschutzverfahrens bereits ein Akt angedrohter Gewalt aus, § 1 Abs.2 Nr. 1 GewSchG.